Die üblichen Verdächtigen präsentieren ihre Highfives des Jahres 2018

Und schon wieder ist ein Jahr vergangen – ein spannendes, ereignisreiches – manchmal schön, manchmal weniger schön ereignisreich – aber vor allem ein lesereiches, mit vielen Highfives der literarischen Art. Da uns diese Art der Rückschau über die letzten doch schon sechs Jahre mittlerweile zur lieben, wenn auch trotzdem manchmal schwer zu entscheidenden, Gewohnheit geworden…

Mein Jahreshighlight – Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.

Es gibt Bücher, die man sich einfach gönnen muss. Bücher, die neue Welten eröffnen, das „Was-wäre-wenn-Denken“ stimulieren und, wie bei Neal Stephensons und Nicole Gallands Gemeinschaftsproduktion „Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.“ , die Freude am Lesen und gleichzeitig das Humorarreal stimulieren. So ist The Rise and Fall of D.O.D.O. optisch ganz besonders, aber ebenso…

Grill den Dostojewski

Diese Dystopie ist derartig innovativ, wahnwitzig und abgedreht, dass sie meiner Meinung nach elf von zehn Zwangsjacken verdient und ungefähr drei Mal über das Kuckucksnest geflogen ist. Im Jahr 2037, in einem postislamistischen Europa, das durch einen blutigen Krieg befreit wurde, delektieren sich die reichen Eliten an der Verbrennung von Büchern, respektive an geklauten Erstausgaben,…

Unsichtbar werden

Als zum Jahrtausendwechsel ein zentrales Mahnmal als „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ * diskutiert wurde, das mitten in Berlin, unweit des Brandenburger Tors seinen Standort finden sollte, war auch ich zunächst skeptisch, was die künstlerische Gestaltung dieses wichtigen Denkmals anging. Ein 19.000 Quadratmeter großes Feld auf dem 2711 Stelen wellenförmig angeordnet sind – das…