Vanity Fair versus Heilung

Ein rauschendes Fest auf dem Land, geladen ist alles, was Rang und Namen hat in der englischen High Society – auch Patrick Melrose. Mittlerweile hat er sich von den Drogen verabschiedet, ernährt sich „von Mineralwasser und fettarmer Kost“, womit sich gleichzeitig der Grund, solche Feste zu besuchen und das Hilfsmittel, solche Zusammenkünfte zu überstehen, in…

Wandernde Himmel

Mit der Enterprise und Spock fing es an, es folgten Jules Verne, Isaac Asimov, Stanislaw Lem, Aldous Huxley, George Orwell, Frank Herbert, Star Wars und danach war ich vollends infiziert. Science-Fiction-Literatur ist eines meiner Faibles. Es gibt hochklassige, intelligent verschmitzt humorvolle wie Douglas Adams Anhalter-Reihe oder die Klonkriege von John Scalzi. Im besten Fall eröffnet…

Rebel Girls – change the world

Die Zeiten in denen wir leben sind nicht gerade die ruhigsten – kein Wunder wenn man da Schlafstörungen bekommt. Abhilfe schaffen da zwar die Good Night Stories for Rebel Girls – 100 außergewöhnliche Frauen auch nicht unbedingt, sind die jeweils kurzen Geschichten doch viel zu spannend, um ins Land der Träume zu führen, aber sie…

Never mind

Patrick Melrose, Spross einer alten englischen Familie der Upper-Class, verbringt seine Ferien gemeinsam mit seinen Eltern in Südfrankreich. Ein altes Landgut, umgeben von Weinbergen in einer der schönsten Landschaften, die man sich vorstellen kann, nennt die Familie ihr eigen. Weit ist es mit dem Familienbesitz väterlicherseits nicht mehr her, wurde der Vater doch enterbt. Enterbt,…

Von der Macht der Manipulation

Othello neu verfasst von Tracy Chevalier, für das Hogarth-Shakespeare-Projekt – kann das gut gehen? Ja, das kann und meiner Meinung nach ist es Chevalier ausgezeichnet gelungen. Die groben Züge des Dramas, das Shakespeare aus der italienischen Vorlage – eine Geschichtensammlung ähnlich des Decamarone enthielt bereits die Erzählung – verändert auf die Bühne brachte, sind vielen…

Noblesse oblige

„Es ist die Aufgabe der Geschichstsschreibung, von einem bequemen Lehnstuhl aus bedeutsame Momente zu identifizieren. Wenn eine Zeit vergangen ist, blickt der Historiker zurück und zeigt auf ein Datum, so wie ein ergrauter Feldherr sich über eine Landakarte beugt und auf eine Flussbiegung zeigt: Da war es., sagt er. Der Wendepunkt. Der entscheidende Faktor. Der schicksalshafte Tag, der alles, was folgte, grundlegend verändert hat.“