Der Herr Karl gegen und für die Welt

Eigentlich mag ich die Sachbücher der Autorin nicht so recht, da sie doch etwas unausgewogen formuliert und polemisch agitiert – die journalistisch sachliche Herangehensweise und Beleuchtung der gesellschaftlichen Themen von mehreren Seiten fehlt mir einfach, allzu oft trennt sie in ihren Büchern nicht zwischen Information und Meinung und setzt sich dadurch über eine prinzipielle Regel…

Stirb, Mutter!

Dieser Roman gibt eine gute und glaubwürdige Sicht auf die allmähliche Entwicklung einer Mörderin, beginnend mit einer übergriffigen lieblosen Mutter, die permanent psychischen Missbrauch verübt und einem duldenden Vater, der als Co-Täter nie eingreift – Schritt für Schritt – bis zur Verübung der ultimativen Tat – dem Elternmord. Laut den Untersuchungen des Profilers und Psychologen…

Die Magie der botanischen Forschung

Verena Stauffer hat mit ihrem Erstling ein sehr beachtliches Romandebut hingelegt. Die Geschichte ist sowohl sprachlich, stilistisch vom Plot her als auch durch die Vielzahl der angesprochenen und eingearbeiteten Thematiken sehr vielfältig und anspruchsvoll. Der erste Teil der Story spielt in Madagaskar und hat im Sinne des magischen Realismus stilistisch ein bisschen etwas von Gabriel…

Inside Israel – Alltag in einem zerrissenen Land

Die ORF-Israel-Korrespondenten Ben und Daniela Segenreich geben einen Einblick in das fast ganz normale Land Israel, in dem das Leben sich aber eben nur fast normal abspielt. Bereits im Vorwort wird dem Leser versprochen, dass vor allem der Alltag in diesem ständig im Krieg befindlichen Landstrich voller politischer Wirren näher beleuchtet wird, und das fand…

Mörderischer Apfelduft

Manchmal darf es bei mir auch ein Regionalkrimi sein. Meine Qualitätskriterien in diesem Genre sind: Spannung, ein nicht durchsichtiger Plot, exzellente Figurenentwicklung, einigermaßen anspruchsvolle Sprache, gute Ortsbeschreibungen und dicht beschriebene Stimmungen, lustiges Mörderraten, nachvollziehbare Motive, ein Ende, das nicht an den Haaren herbeigezogen ist und die Vermeidung von jeglicher schmalziger Romantik. Romy Fölcks Krimi erfüllt…

Die Masken fallen

Das klassische Skandal-Theaterstück von Peter Turrini aus dem Jahr 1971 wird in dieser Graphic Novel vom bekannten Karikaturisten Gerhard Haderer zeichnerisch sehr entlarvend und grandios verstörend umgesetzt. Die Handlung fand ich genauso grausam wie bei meinem ersten Lesen des Stücks in den 80er-Jahren – wenn nicht noch furchtbarer – durch die Bilder. Ein Pärchen hat…

Sprachakrobatik und Beziehungen

Nein, in diesem Roman geht es nicht um Sex, sondern um eine kurzweilige Geschichte über Beziehungen und die Liebe aber vor allem um ein grandioses exzessives Spiel mit der Sprache. Einigen von Euch wird Wolf Haas mit seinen Brenner-Kriminalromanen, die auch verfilmt wurden, im Gedächtnis sein. Auch ich habe bereits auf diesem Blog vor Jahren…