Concorde-Effekt Realitätsflucht oder kindliche Freude

Ich liebe Comic Strips, Graphic Novels und Karikaturen, wenn sie meine persönlichen Ansprüche erfüllen. Diese sind allerdings variabel. Ausschlaggebend ist das Niveau, wobei das dann gerne sprachlich oder stilistisch, politisch, ironisch oder sarkastisch sein kann. Die Erzählung an sich ist ebenfalls ein wichtiger Punkt. Gut erzählte Comics mit Anspruch, die mir auch noch zeichnerisch gefallen,…

Reisen durch Leben und Zeiten

In der TAZ  gab es eine hervorragende, großartige, weil neugierig machende und hohe Erwartungen schürende Besprechung zu Regina Porters Debüt Roman „Die Reisenden“. So wanderte dieses Buch – das ich, des Covers wegen, eher unter Kitschroman, Lovestory geframed hätte –  in meine Wishlist und, weil die Rezension so vielversprechend klang, bald auch in mein Haus.…

Zynismus und Kommunismus

Den flämischen Autor Dimitri Verhulst kannte ich bisher noch nicht, dabei scheint er recht bekannt zu sein und erhielt etliche Preise. Stilistisch ist er eine lohnende Entdeckung. Seine Sätze sind oftmals purer Hochgenuss. „Für den normalen, das heißt echten Proleten war der Gebrauch von weißer Schminke und Make-up etwas Anstößiges, verbunden mit der überwundenen Bourgeoisie…

„Ein Mann, sein Pferd und sein Hund“

Ermüdungserscheinungen traten beim Lesen des zwölften Falls von Martin Walkers Bruno-Chef-de-Police-Reihe bei mir auf. Bisher war meine Vorfreude nach Beendigung des jeweils aktuellen Romans groß. Kaum war das Buch draußen, meist um die Liegestuhlzeit des Jahres, wurde es goutiert. Diesmal, trotz Liegestuhl, gelang es nicht. Dröge erschien mir der Wiedereinstieg in Bruno Courrèges beschaulich ländliches…