Kill the Farm Boy – The Choosen One and his friends in a world of finest imagination

„What if you ate a little more less, got some excercises, built up your muscles, and mastermind your own escape?“ „Too much work.“ At that moment, Gustave realized that intelligence was only one part of the equation and the rest was predicated on rebellion, hard work, and tenacity. He also realized that no matter how intelligent the pig claimed to be, she was an utter moron.

Es gibt ein Leben nach dem Ende der Chroniken des eisernen Druiden. Ich fing schon an zu überlegen, ob ich mir die 5 restlichen Bände der Chroniken, die ich nur in der Originalversion habe auf Deutsch zu kaufen, als Freundin Zufall mir mittels einer bekannten, sehr sympathischen Buchhändlerin und ebensolchem Hearne Junkie wie ich, über den Weg lief. Ob ich die neue Serie schon kenne, ja, („Plague of Giants“ –  mittlerweile auf Deutsch als „Das Spiel des Barden“ erschienen) allerdings habe ich sie abgebrochen, nein nicht die, die ganz neue und die wäre genial, wobei Plague of Giants das auch wäre, das merke frau allerdings erst nach der Hälfte, daher besser auf deutsch lesen, es geht schneller *G*.

Natürlich hol ich mir noch das „Spiel des Barden“  in der Übersetzung, aber zuerst musste, wegen des Ziegenbocks Gustave natürlich „Kill the Farmboy“ her. Tatsächlich ist der Name Programm, also eher Mission, der jungen Reckin Fia, die zwar riesengroß und stark und mutig genug ist einen Kettenpanzer Bikini zu tragen, aber dennoch so ihre kleineren, manchmal auch größeren Probleme mit sich herumschleppt. Sie will den Auserwählten nicht etwa killen, nein das möchte Poltro, die trottelige Assassine aus dem Personalbestand des selbsternannten Dark Lord, des untalentierten Feld-Wald-Wiesen Zauberers, die ab und an etwas tollpatschig und subversiv intelligent ist. Dabei ist Poltro mit ihrem in ihrer schweren Kindheit begründetem Hühnertrauma einfachen Wortspielen durchaus zugeneigt.

Beim Charakter der Sand Witch fand ich das Ganze dann anfangs mehr albern als montypythonesque, musst aber lachen und nun ja, auch bei den Originalen ist der Unterschied oft schwer zu entdecken, es kommt doch auf’s Lachen an und das funktioniert. Die Sand Witch gewinnt, während die Seiten vergehen zunehmend an Tiefe und Charakter, wie auch all die anderen seltsamen Charaktere wie das Hasenmädchen und Gustave der Ziegenbock, der zu ungeahnter Größe fähig werden wird. Dieses skurrile multikulti LGBT Team rauft sich während der zu bestehenden Abenteuer auf herrlich abstruse, komische Weise zusammen. Auch das Geheimnis um den Auserwählten, der von Staph, dem bösartigen Pixie, losgeschickt wurde, entwickelt sich, während der Questen die die ungleiche Truppe bestehen muss, in eine unvermutete Richtung.

Zusammenarbeit bedeutet auch immer, Kompromisse eingehen zu müssen, für die sechs Abenteuererinnen wie für die Leserin, die bei einem Autor, den sie erheblich schätzt eigentlich keine Kompromisse möchte, da sie nur zu Verwässerung führen können. Diese Befürchtung erwies sich als komplett unbegründetes Vorurteil. „Kill the Farm Boy“ profitiert von der Zusammenarbeit Dawsons und Hearnes. Eine Bereicherung durch noch mehr beschreibende Adjektive als bei Hearne üblich ist auffällig, wodurch das Lesen für deutsche Muttersprachlerinnen leider erschwert wird, denn Mrs. Dawson, die ich stark dahinter vermute, neigt zu sehr wortreich ausgeschmückten Einzelheiten. Kevin Hearne ist mir aus seinen Vorgängern hier weniger weitschweifig in Erinnerung. Den Dictionary habe ich oft benutzt. Meist war es aber für das Erfassen der Story nicht nötig und störte nur den Lesefluss. So ist mir wohl einiger Wortwitz entgangen, ich habe mich beim Lesen aber so köstlich amüsiert, dass ich nur wenig Bedauern verspüre. Story, Plot Setting alles ist detail- und abwechslungsreich, voller Überraschungen, Tragödie und Komödie, Tiefe und Albernheit ergeben eine Geschichten die so noch nicht erzählt wurde. Purer genußreicher, absurder Spaß mit Niveau!

Wie auf dem hinteren Umschlag vermerkt, wird die mittlerweile oft trutschig daherkommende Fantasyliteratur hier durch diesen eigenständigen wilden Mix aus Shrek und Goldmanns „Princess Bride“ (beste Degenfechtszene ever!) tatsächlich wunderbar bereichert, sämtliche auf Umschlagvorderseite und Klappentext dargestellte Kommentare sind wahr, das findet Mensch auch selten.

Eine immer auf’s neue überraschende Szenerie mit Gestalten aus Mythen und Märchen, die sich zu einem, oft recht albernen, sollte Mensch mögen, ich mag es, skurrilen bunten Ganzen fügt. Mein erstes Buchstoffhighlight Kategorie Fantasy im neuen Jahr. Und den Dodo Award 2020 mit wie immer 28 Dodos. Ebenso viel Vergnügen, wie mir, wünsche ich jenen, die sich darauf einlassen wollen. Hier liest man feinste FunTasy.

Übrigens, „No Country for old Gnomes“ das nächste Abenteuer aus dem Land Pell ist bereits als Taschenbuch erschienen. Ich werde berichten. 😉

 

Kill the Farm Boy von Kevin Hearne und Delilah S. Dawson ist 2019 als Paperback bei Del Rey erschienen und über die Buchhändlerin des Vertrauens innerhalb einiger weniger Tage, manchmal auch schneller zu beziehen.

Ein Gedanke zu “Kill the Farm Boy – The Choosen One and his friends in a world of finest imagination

  1. Pingback: „Home is where the gnome is.“ Fantastische Abenteuer in Pell Vol.2 | Feiner reiner Buchstoff

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.