Fionrirs Reise

Kinder haben eine blühende Fantasie, die gefördert werden muss. Wichtig sind unter anderem ein liebevolles Umfeld, Geborgenheit und eine erlesene Auswahl von Vorstellungskraft fördernden Büchern. Alles nicht selbstverständlich in der heutigen Zeit, die geprägt ist von wenig Zeit, Ablenkungen durch Fernsehen, Smartphone und chronischem Zeitmangel der Eltern (Falls nicht, wie so oft, Kinder nur bei einem Elternteil aufwachsen, das noch weniger Zeit hat, alles unter einen Hut zu bringen)

Gute Kinderbücher gibt es viele auf dem Markt, ich möchte einen meiner Lieblingsautoren nennen, Ralf Isau, der seine Bücher zwar wortgewaltig, aber immer kindgerecht gestaltet. In dessen fantastischen Geschichten habe ich mich auch als Erwachsener gerne hineinbegeben.

Hier liegt nun ein Buch eines ähnlich wortgewaltigen Autors vor, der in seiner Heimat, der Wetterau, viel Furore durch seine Poetry-Slam Aktionen und grünen Aktivitäten gemacht hat. (hier zu seinem Blog)

Fionrir ist ein kleiner Drache, der mit seiner Familie in einer Drachenhöhle lebt. An seinem siebten Geburtstag, der den Anfang seines Drachen-Erwachsenen-Lebens markiert, bekommt er eine Menschenprinzessin geschenkt. Die soll er auf Geheiß seiner Eltern und Geschwister aufessen. Aber warum soll er plötzlich Menschen essen? In der Höhle arbeiten zwei Menschenfreunde als Köche und auch sonst ist das Verhältnis zu den Bewohnern im Tal sehr freundschaftlich. Menschen essen, so etwas möchte Fionrir nicht, und so packt er Essen für die etwas quengelige Prinzessin ein und macht sich auf den Weg, um sie zu ihrem Vater in das ferne Königreich zurückzubringen.

So weit war Fionrir noch nie von seiner Heimathöhle entfernt, und den Weg kennen weder er noch die Prinzessin Quirina. Und fliegen, nun, so kleine Drachen haben das noch nicht so drauf, wie er bei seiner Flucht schmerzhaft bemerkt. Auf ihrer Reise begegnen den beiden viele wundersame Gestalten und Tiere, die alsbald mit Fionrir eine Gemeinschaft bilden, um das kleine Menschenkind nach Hause zu bringen.

Andreas Arnold erzählt mit viel Liebe und kindgerechter Sprache eine Geschichte voller Mut und Freundschaft. Weder verliert die Geschichte an Fahrt, noch an Homogenität, sodass ich sie für Kinder ab 8-10 Jahren sehr ans Herz legen kann. Besonders hervorzuheben sind die Wärme der Figuren und die dahinter schimmernde Botschaft, die aber nie aufdringlich wirkt, sodass sich das lesende Kinderherz selbst in die Geschichte einleb(s)en kann. Als Erwachsener hat mich das Buch sehr berührt und gefangen gehalten. Zu der Geschichte kommt noch eine Portion Witz und so hebt sich dieses Buch wohltuend aus der Masse hervor. Eine klare Kaufempfehlung.

 

Fionris Reise von Andreas Arnold ist 2017 im Reimheim-Verlag als Taschenbuch erschienen. Nähere Infos zum Buch über einen Klick auf das Cover im Beitrag oder auf der Verlagsseite.

 

 

 

 

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