Man möchte brechen!

Während also einzelne streitsüchtige Literaturpäpste, offenbar von nackter Angst getrieben, weiter giftig herum zetern, verfassen derweil kreative und einfühlsame Literaturblogger/innen Dank des Eigensinns weiter unbeirrbar, aber berechtigterweise wütend, ihre ganz eigenen Buchbesprechungen im Untergrund des worldwideweb.
Kaum ahnend, welch einen Schaden sie mit ihrem liebevollen Treiben im Kreise der angesehenen und geachteten Literaturkritiker anrichten.

Denn die Elfenbeintürmchen wanken. Leser fallen weg. Entweder durch Tod oder dreiste Umorientierung.
Die Fundamente bröseln also. Ihre luftige Nische scheint in Gefahr.

Auch mögen hier die Folgen eines Generationenwechsels zu Tage zu treten, wenn die Wahrnehmung vom klassischen Medium Zeitung hinüber in die digitale Welt wild entschlossener Kreationen wechselt.
Doch anstatt einen kultivierten Dialog ins Leben zu rufen, werden wir erneut lediglich Zeuge kulturell angeblich überwundener Diffamierungen, die Diskreditierung und Ausgrenzung, ohne mit der Wimper zu zucken, mit beinhaltet.
Und dabei treiben diese leidenschaftlichen Menschen doch gar nichts, außer Literatur bestmöglich zu besprechen.

Und was ist das nicht oft für ein Kampf!
Ein ringender und nagender Kampf, dem ich so ziemlich in jedem Raum unserer Wohnung beiwohnen darf, wenn meine herrlich Geehelichte darum ringt, ihren Empfindungen Ausdruck zu verleihen. Mit Respekt. Soviel Geist muß sein.
Und was ist falsch daran?
Soll sich ihre Liebe zur Literatur Grenzen stecken? Etwa jene Grenzen, die die Literatur aufzubrechen versucht?
Und wem nützt das? Außer ein paar elitär denkenden Menschen, die den ganzen Tag Bücher besprechen dürfen und doch rein gar nichts verstanden zu haben scheinen.

Daher an dieser Stelle mein Geheimtip: Existenzängste therapeutisch angehen.

Geruede, lädt sicherheitshalber nochmals durch

[inspiriert durch diesen kenntnisreichen Beitrag von Katharina Herrmann auf 54books]

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