Eiseskälte und verätzte Speiseröhren

Diesen dänischen Krimi von Katrine Engberg im Hochsommer bei dreißig Grad Hitze zu lesen, kann ich wärmstens – ähm kältestens – empfehlen, denn schon auf Seite eins begann ich bei den grandiosen Beschreibungen des klirrend kalten Kopenhagens zu frösteln und auf Seite fünf fror ich bereits ordentlich, ob der treffenden, genauen und plastischen Schilderung des…

Irgendwo vorkommen

Eine junge Frau steht auf dem Dach eines Wohnhauses. Irgendwie scheint sie springen zu wollen, doch gleichzeitig wirkt sie aufgebracht, wütend und jemand, der wütend ist, der springt nicht, oder? Aber wer weiß? Immerhin hat die Frau (noch) keinen Namen und keine Geschichte. Peu à peu puzzelt Simone Lappert in ihrem zweiten Roman sowohl die…

Das Sterben der Bienen?

„… um in der Natur und mit der Natur zu leben, müssen wir uns von der eigenen Natur entfernen. Bildung handelt davon, sich selbst zu trotzen, der eigenen Natur, den Instinkten zu trotzen…“ Was bläht sich der Mensch doch in seinem Menschsein auf. Er bildet sich was ein auf seinen Intellekt; seitdem er von den…

Wie das so ist

Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug – ein Pflichttanz mit dem Tod von Kurt Vonnegut, einem Deutschamerikaner der vierten Generation, der heute in angenehmen Verhältnissen auf Cape Cod lebt [und zu viel raucht] und als kampfunfähiger amerikanischer Infanterie-Aufklärer in Kriegsgefangenschaft vor langer, langer Zeit Zeuge der Bombardierung und des Feuersturms der Stadt Dresden, genannt „Elbflorenz“, wurde und überlebte, um davon zu berichten. Dieser Roman ist ein wenig im Stil der telegraphisch-schizophrenen Geschichten des Planeten Tralfamador gehalten. Wo die fliegenden Untertassen herkommen. PEACE.