Der Blick hinter fremde Wohnungstüren

Ich habe ja prinzipiell ein paar fundamentale Probleme mit Kurzgeschichten, erstens weil mir persönlich sehr oft der Raum für eine ausreichende Figuren- und Plotentwicklung zu eng ist, und zweitens, weil ich glaube, dass wenige Autoren diese Form des Schreibens richtig gut beherrschen. Eine ausgezeichnete, spannende Kurzgeschichte zu schreiben, finde ich fast herausfordernder, als einen Roman…

Pariser Chic für alle

Mode – häufig schnelllebig, heute mehr denn je. Einen eigenen Stil dabei zu entwickeln, der sich über die Jahre hingweg verfeinert und dabei nicht zu sehr aus der Zeit gefallen scheint, war für mich seit meiner Lehre zur Einzelhandelskauffrau Textil im damals ersten Haus am Platze meiner Heimatstadt etwas, was ich mir vorgenommen hatte. Heute,…

Von der Drogenparty zum Projekt gesellschaftlicher Aufstieg

Ich habe noch nie einen so punktgenauen, fast schon untertriebenen und Bescheidenheit heuchelnden Klappentext gelesen – der Roman ist genauso wie angekündigt nicht nur ein wilder, sondern einer der schrägsten kühnsten und abgedrehtesten Ritte durch die Berliner Szene quer durch die Jahrzehnte. Die extrem überzeichneten kuriosen Figuren in ihren Subkulturen erinnern mich ein bisschen an…

Von der Unmöglichkeit, vor sich selbst zu flüchten

Wer mich ein bisschen kennt, weiß, dass ich mit sehr dekonstruierten Texten, die wild zwischen Zeiten und Inhalten hin und herspringen und ungewöhnlichen stilistischen Sprachexperimenten im Medium Roman meist so gut wie gar nichts anfangen kann. Für mich persönlich ist das Medium Buch, insbesondere das Genre des Romans, ein sequentielles, was sich aus den medientypischen…